Foto: Werner Huthmacher, Video: Tyyne Claudia Pollmann
Hyperlinks und Fotos führen zu mehr Information.
Art goes Health ist ein Konzept für eine Klinik, die nicht für, sondern gemeinsam mit den Patient:innen künstlerisch gestaltet wird.
Ausgehend von den Bedarfen, Wünschen und Vorstellungen der Patient:innen und des Personals entwickeln wir in Co-Creation künstlerische Lösungen, die umgesetzt werden und die Klinik nachhaltig verändern.
Dies ist sinnvoll, denn Studien zeigen, dass künstlerisch gestaltete Umgebungen Medikamentenbedarfe, Stresslevel und Aufenthaltsdauern senken.
Das Pilotprojekt ermöglicht eine aktive, kreative Teilhabe und Mitsprache von Patient:innen und Personal im künstlerischen Gestaltungsprozess, schafft ein starkes Alleinstellungsmerkmal, ist wirtschaftlich sinnvoll und hat einen positiven Einfluss auf die gesundheitlichen Ergebnisse aller Beteiligten einschließlich zukünftiger Patient:innen.
Mit Art goes Health entwickeln wir gemeinsam eine neue Vision der Klinik als Ort der aktiven Genesung, Handlungsfähigkeit und gegenseitigen Wertschätzung.
In 6 Phasen entwickeln wir eine künstlerische Gestaltung
nach den Bedarfen und Ideen ihrer Nutzer:innen.
Für jede Phase stehen unterschiedliche Formate bereit.
Diese können je nach Vorhaben ausgewählt und realisiert werden.
Nach der Dokumentation des Pilot-Projektes
kann der erstmals erprobte Gesamt-Ablauf als Modell
für weitere Anwendungen skaliert und neu angepasst werden.
Erstes Pilot-Projekt Art goes Health
in Berlin
Von März-August 2026 wird unser erstes Projekt mit den Patient:innen und Mitarbeitenden der
Kinder- und Jugendpsychiatrie der Joseph Kliniken in Berlin Standort Zehlendorf stattfinden.
Das Pilotprojekt wird durch die PwC-Stiftung gefördert.
Wir freuen uns sehr!
Prof. Tyyne Claudia Pollmann, PL
Tyyne ist die Gründerin und Projektleiterin von Art goes Health und begleitet alle Phasen der Art goes Health Projekte begleiten.
Sie ist Künstlerin mit einem medizinischen Hintergrund und bringt Erfahrungen mit transdisziplinären Kunstprojekten, zahlreichen Ausstellungen, Arbeit in der klinischen Forschung und einer Professur an der Kunsthochschule Berlin Weißensee mit.
Aaron Pollmann, Mitarbeiter
Aaron ist wissenschaftlicher Assistent für die Durchführung und Auswertung der digitalen Umfrage. Auch übernimmt er die Foto-Dokumentation und Postproduktion des Bild-Materials.
Nach seinem Studium der Fotografie an der Ostkreuzschule Berlin wechselte er zur Soziologie mit technikwissenschaftlichem Schwerpunkt an der TU Berlin.
Marlies Brennauer, Mitarbeiterin
Marlies ist künstlerische Mitarbeiterin in der Co-Creation-Phase mit den Patient:innen und in der Entwurfsphase.
Nach ihrer Holzbildhauerin-Lehre in Oberammergau absolvierte sie eine Ausbildung zur Bühnenplastikerin beim Bühnenservice Berlin, wo sie für die Opernhäuser Berlins tätig war. Derzeit studiert sie Produktdesign an der Kunsthochschule Berlin.
Katrin Knobel, Mitarbeiterin
Katrin unterstützt uns bei finanziellen Fragen zum Projekt.
Sie ist meine langjährige Mitarbeiterin und im Umgang mit künstlerischen Projekten versiert.
1. Konzept – abgeschlossen
2. Planung – abgeschlossen
3. Co-Creation mit Patient:innen – abgeschlossen
4. Entwurf
5. Umsetzung
6. Dokumentation
Die Co-Creation mit den Patient:innen hatte einen starken Zulauf.
Wir haben die Zehnfache Menge an Beiträgen erhalten, die wir jetzt in ein anonymisiertes Bildarchiv übertragen.
Alle 462 Beiträge wurden eingescannt und
am 29.05.26 im Klinik-Foyer auf 30 Tafeln, 10 Tischen und 3 Ordnern präsentiert.
Auch die aufschlussreichen 226 Antworten der Umfrage wurden gezeigt.
Aus diesem Konvolut sind künstliersiche Entwürfe entstanden,
die am 07.07.26 im Klinik-Foyer vorgestellt wurden und zeitnah hier hochgeladen werden.
Wir befinden uns nun in der Umsetzungsphase.
Weitere Infos folgen Mitte August 26.
Die Joseph Kliniken haben die Trägerschaft für Art goes Health übernommen und unterstützen das Projekt.
Art goes Heath wird durch die PwC-Stiftung gefördert.
Portfolio
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Charité Berlin Mitte
visions4people wurde mit Studierenden der khb durchgeführt. Die „people“, also die Patient*innen und das Personal, bildeten den zentralen Ausgangspunkt für unsere Aktivitäten, die sich in den „visions“ als vielfältige künstlerische und wissenschaftliche Produktionen manifestierten.
Publikation zum Projekt
Die Publikation enthält 28 Methoden und Praktiken, die zu 19 künstlerischen oder wissenschaftlichen Ergebnissen führten. visions4people, artistic research meets psychiatry, 304 Seiten, 85 Abbildungen in Farbe, Englisch, Jovis Verlag Berlin, ISBN 978-3-86859-581-9, 05.2019.
Gestaltungen für TransVer, Charité Berlin Mitte
I.IS.YOU. goes real wurde mit Studierenden der khb durchgeführt. In den Semesterferien wurden die gestalterischen Entwürfe für das Versorgungsprojekt transver von Studierenden und dem visions4people Team professionell umgesetzt und sind seitdem in Gebrauch.
Hirnforschungszentrum NeuroCure Charité Berlin Mitte, Atrium
Die permanente, interaktive Installation leave a trace zeichnet die Bewegungen seiner Nutzer*innen im Atrium des Charité CrossOver-Instituts (CCO) in Echtzeit auf. Jeden Tag erzeugen sie aktiv neue Spuren und Muster.
Hirnforschungszentrum NeuroCure, Kongresszentrum
trancelation – eine Komposition aus Spuren entlang des 24 m langen, schmalen Kongressraums, die abgeschritten werden muss, um sie zu erfassen, wobei Erinnerungsspuren entstehen: trancelation.
Publikation zu leave a trace und trancelation
tracelation – ein Katalog mit mit zahlreichen Spurenmustern und Essays zur Thematik der Datenextraktion. tracelation, 238 S., farbig, Englisch, archive books, ISBN: 978-3-943620-61-0
Abb.: 1, 2, 3: Aaron Pollmann – 4: anonym – 5: Werner Huthmacher – 6: TCP
Das Studien- Archiv wird kontinuierlich erweitert. Es enthält wissenschaftliche Studien, Beispiele von innovativen künstlerischen Realisierungen in Krankenhäusern und patient*innenzentrierten Kliniken.
WHO 2019 – Scoping review Ergebnisse aus über 3000 Studien belegen eine bedeutende Rolle der Künste bei der Gesundheitsförderung sowie der Behandlung von Erkrankungen.
Vital Arts (Barts Health NHS Trust, London) hat mit seinen künstlerischen Gestaltungen mittlerweile über 2,5 Millionen Patient*innen und Besucher*innen der Trust-Krankenhäuser erreicht.
Mary Elizabeth’s Hospital/BørneRiget (Kopenhagen) Kurzes Video: Familien und Patient*innen wirkten an Nutzer*innen-Aktivitäten für Design mit und enthält Lösungen für Stressreduktion, Spiel und Partizipation.
Kontakt
Hier entsteht eine Plattform für transdisziplinären Austausch und News zu Art goes Health.
Für eine Aufnahme in den Verteiler bitte eine Email an info@artgoeshealth.com